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Zwei Wochen Nepal — unser erster Deal & was wir gelernt haben | HIMALYA & SEWA Wellness
Zwei Wochen Nepal. Unser erster Deal. Was wir gelernt haben.
Von Lukas Wiesflecker | HIMALYA & SEWA Wellness
Ich war zwei Wochen in Nepal.
Nicht zum ersten Mal — aber zum ersten Mal als Vereinsgründer, nicht als Reisender. Das ist ein anderer Blick. Du sitzt nicht mehr im Teahouse und schaust zu. Du sitzt am Tisch mit Menschen, die handgemachte Wollmützen produzieren, und redest über Preise, über Mengen, über Vertrauen.
Es ist ein kleiner Schritt. Aber es ist ein echter.
Danke — bevor ich weiterschreibe
Jede Massage, die du bei SEWA gebucht hast, hat 4% in den HIMALYA Verein fließen lassen. 2% zurück in den Tiroler Unterland, 2% nach Nepal.
→ Mehr über das Geber-Modell von SEWA und HIMALYA: sewawellness.com/blog/massage-kufstein-soziales-projekt-himalya
Der erste Deal — Wollmützen aus Nepal
Wir haben unseren ersten Deal abgeschlossen.
Wollmützen. Handgefertigt. Von einer kleinen Gruppe von Produzentinnen in der Region Bhaktapur — einer der ältesten Städte Nepals, bekannt für sein traditionelles Handwerk, bekannt für Menschen, die seit Generationen mit ihren Händen arbeiten.
Frauen in Nepal, die Handwerk betreiben, schaffen sich damit oft das einzige eigene Einkommen, das sie haben — unabhängig von der Familie, unabhängig von Strukturen, die ihnen wenig Spielraum lassen. In Bhaktapur und der Umgebung des Kathmandutals hat diese Tradition lange Wurzeln. Was fehlt, ist oft der Zugang zu Märkten außerhalb Nepals — jemand, der die Produkte nimmt und sie dorthin bringt, wo es eine Nachfrage gibt.
Das ist unser Einstieg. Kleine Menge, direkter Kontakt, keine Zwischenhändler. Wir kaufen direkt, wir zahlen fair, wir berichten transparent
Die Mützen werden in Österreich auf lokalen Märkten verkauft und der gesamte Erlös geht zurück in den Verein.
Was wir uns angeschaut haben — und was uns nicht überzeugt hat
Ich schreibe das, weil Transparenz das einzige ist, das diesen Verein glaubwürdig macht.
Wir haben ein Waisenhaus besucht. Ich sage es direkt: wir waren nicht überzeugt. Nicht weil die Menschen dort schlecht gewesen wären — sondern weil wir nicht das Vertrauen gespürt haben, das wir brauchen, bevor wir Geld fließen lassen. Wer einmal gesehen hat, wie manche Strukturen in Nepal funktionieren, weiß: Nicht alles was Hilfe aussieht, ist Hilfe. Und wir sind nicht bereit, Geld dorthin zu schicken, wo wir nicht sicher sein können, dass es ankommt. Grundsätzlich ist es nicht unser Ziel Geld zu senden, sondern zum Beispiel Schuluniformen, Schulmaterial etc. zur Verfügung zu stellen.
Dasselbe gilt für Schulen. Wir haben uns mehrere angeschaut. Wir haben noch keine gefunden, der wir vollständig vertrauen. Das ist kein Versagen — das ist der Prozess. Vertrauen braucht Zeit. Und bevor wir Schulprojekte ankündigen, wollen wir sicher sein, dass wir die richtigen Partner haben.
Das bedeutet: Wir starten mit dem, was wir kennen und kontrollieren können. Handwerk. Direkte Beziehungen. Überschaubare Schritte.
Was Nepal einem beibringt — jedes Mal wieder
Ich bin jetzt mehrmals in Nepal gewesen. Jedes Mal nehme ich etwas anderes mit.
Dieses Mal war es die Ruhe, mit der Menschen dort mit Unsicherheit umgehen. Kein Zeitplan, der funktioniert wie geplant. Kein Meeting, das pünktlich beginnt. Und trotzdem: Dinge passieren. Weil Beziehungen zählen, nicht Kalender.
Das ist das Gegenteil von dem, was ich im Tiroler Unterland erlebe — wo der Bus aus Ebbs nach Wörgl eine Minutenliste hat und Pünktlichkeit als Respekt gilt. Ich schätze beides. Aber Nepal erinnert mich regelmäßig daran, dass Vertrauen langsamer aufgebaut wird als eine Tabellenkalkulation.
Das trägt HIMALYA. Kein Hochglanz-Report. Kein "wir haben alles gelöst". Sondern: Wir sind dort gewesen, wir haben geschaut, wir haben einen ersten Schritt gemacht — und wir berichten ehrlich, was wir gesehen haben.
Wie es weitergeht
HIMALYA ist ein eingetragener Verein in Österreich. Jede Buchung bei SEWA fließt strukturiert ein. Wir bauen Schritt für Schritt — mit Produzentinnen, die wir kennen, mit Projekten, die wir selbst gesehen haben, mit Partnern, denen wir vertrauen.
Was als nächstes kommt: Wir suchen weiter nach Schul- und Bildungsprojekten in Nepal, denen wir wirklich vertrauen können. Wenn wir sie gefunden haben, schreiben wir es. Bis dahin: Handwerk, direkte Unterstützung, transparente Berichte.
Wenn du direkt unterstützen möchtest — ohne Massage, einfach weil du möchtest:
Und wenn du eine Session buchen möchtest — 2% gehen nach Nepal, 2% zurück in den Tiroler Unterland:
Weiterführende Links
HIMALYA Verein — Home — alle laufenden Projekte und Berichte.
Kathmandu Post — Frauen und Handwerk in Nepal — aktueller Bericht über Frauen, die durch Handwerk wirtschaftliche Unabhängigkeit aufbauen.
Gesundheits- und Sozialsprengel Wörgl — Essen auf Rädern und Haushaltsunterstützung im Tiroler Unterland.
Institute of Natural Medicine Kathmandu — wo meine Verbindung zu Nepal begonnen hat.
HIMALYA — eingetragener gemeinnütziger Verein in Österreich
Gegründet von Lukas Wiesflecker & Pooja Thapa
sewawellness.com | himalya.org





